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- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - 2010-05-08 | [Este texto, tienes que leerlo en deutsch] |
Es vergingen Jahrtausende
Und der niemals schlafende Trieb zur Neuerung Schuf ein Wesen stark und gesund. Die Stärke dieses Wesens Lag schon immer im Denken. Scharfes Sinnen führte es Von guten zu besseren Theorien. Daß es bei allem Denken und Schaffen Sein eigenes Ich gelassen In den Vordergrund gestellt, Versteht sich, sagen einige, von selbst. Weil nun das Ich und die Selbstlosigkeit Ihr Dasein verbrachten im Streit, Waren die Berüchtigten Oft auch die Glücklichen. Daß ihre Zahl zwar kleiner war, Änderte nichts über Jahr und Tag: Die Nachkommen der Selbstlosen Sind auch heute die Hablosen. Der Kampf der Vielen scheint ohne Ende, Denn alle Ichs tragen neue Gewänder, Die, aus Selbstlosigkeit gestrickt, Unkenntlich verkleiden jeden Wicht. [Jahrmarkt, 1982]
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